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Kerala - Ausflug ins Land des Ayurveda
 

KERALA - Journey to the land of Ayurveda


 


Mit dem arabischen Meer im Westen, den bis zu 2.700 m  hohen West Ghats (Gebirgskette) im Osten und der Vernetzung von vierundvierzig Flüssen genießt Kerala einzigartige geographische Eigenschaften, die es zu den attraktivsten touristischen Bestimmungsorten in Asien gemacht hat.  Ein gleichmäßiges Klima, ein langer Küstenstreifen mit ruhigen Stränden,  smaragdfarbene Wasserkanäle (backwaters), die sich von der Küste aus weit ins Landesinnere erstrecken. 



Hillstations (Ausflugziele in den Bergen) und exotische Wildnis, Wasserfälle, sich weitausdehnende Plantagen und Reisfelder, Ayurveda Urlaube,  bezaubernde Kunstformen, magische Festivals, historische und kulturelle Denkmäler, exotische Küche...


 


So weit das Auge reicht sieht man ins Unendliche sich erstreckende blau-grüne Kokusnuß- Plantagen zusammen mit den Stränden mit dem azur-blauen Wasser des Arabischen Meeres und den Wellen, die an sich an der Felsenküste in einer brodelnden Brandung auflösen. Kerala hat viel zu bieten. Für Sonnenhungrige bietet Kerala ebenso schöne Küsten an wie Goa. Im Gegensatz zu Goa ist Kerala vielfältiger und touristisch attraktiver, für jung und alt. Während Goa durch die lange portogiesische Kolonialzeit ziemlich viel an regionalen Eigenheiten verloren hat, bietet Kerala dem kulturinteressierten Reisenden eine Vielzahl von Attraktionen. Für Naturliebhaber sind vor allem die vielen Regenwälder interessant mit ihrem Artenreichtum an Vögeln und Elephanten. Aber auch die antiken Tempel, alte Paläste und die vielen Tempelfeste mit den alten traditionenellen Tänzen wie Kathakali haben eine große Austrahlungskraft auf westliche Urlauber.


Wenn die Sonne untergeht und man mit einem Hausboot unterwegs ist, kann man sich entspannt zurücklehnen und dem bezaubernden Spiel der Farben zusehen, die sich am Himmel und im Wasser widerspiegeln. Man kann die unzähligen Vögel beobachten, die sich auf den Bäumen niederlassen, sobald die Nacht anbricht und die Sterne, die in wunderschönem Glanz erstrahlen. Das grüne Labyrint von Kanälen, Lagunen und Flüssen hat ihren eigenen kuriosen Charme und man wünscht sich, daß die Zeit stehen bleibt durch diese Vielfalt an Eindrücken, die man aufnimmt und alle Sorgen dabei vergißt.

An beiden Seiten der Kanäle kann man das Dorfleben beobachten, Frauen, die Kleider waschen, spielende Kinder oder Fischer, die auf der Suche nach Fischen mit ihren kleinen Booten durch die Kanäle gleiten.

Wenn man hungrig ist, kann man bei den Fischern frischen Fisch kaufen, den der Koch an Bord liebevoll mit Reis und Gemüsen zubereitet. Wenn man sich nach einem Schluck Alkohol sehnt,  kann man zur Verdauung sich den einheimischen, aus Palmwein gemachten Schnaps Toddy genehmigen, der an allen Anlegestellen ausgeschenkt wird. Ähnliches läßt sich auch an den Stränden erleben, wo eine Vielzahl von Restaurants darauf warten, ihre Gäste zu verwöhnen. Wem all dieses zu langweilig wird, der kann einen Ausflug zu den sogenannten Hillstations in den wolkenverhangenen Bergen machen mit ihrem kühleren Klima.


So ist der Periyar Tiger Pfad ein attraktives Trekking Programm durch die dichten Dschungel im Periyar Tiger Tal in der Nähe des Thekkady Tourist Resort im Idukki district in Kerala. Auch hier erwartet den Besucher eine reiche Artenvielfalt an Tieren und Insekten wie Schmetterlinge, Elephanten, Rotwild und Vögel, wie den berühmten indischen Nashornvogel oder den blauen Kingfisher. Für jeden Geschmack findet sich etwas in Kerala.


Wer kommt nach Kerala?


Es ist erstaunlich, alle Altersgruppen, von 2-80 Jahren sind hier anzutreffen, junge Familien mit Kindern ebenso wie Rentner mit 80 Jahren. In Kovalam gibt es für traditionsbewußte Deutsche sogar eine Bäckerei, daß sie auf nichts verzichten müssen. Italienische Pasta, alle Arten von frischen Fisch nach indischen oder europäischen Geschmack zubereitet,  jahreszeitlich gereifte Früchte und köstlich schmeckenes frisches Kokusnußwasser sind ebenfalls erhältlich. Man sieht Yoga-Freaks, New Age Anhänger, indische Frauen in ihren farbenprächtigen Saris und europäische Frauen in ihren knappen Bikinis - alle scheinen sich in das bunte Mosaik nahtlos einzufügen. Im Fusion, einem von einer Deutschen geführten Cafe und Restaurant kann man das bunte Treiben am Strand bei einem köstlichen Capuccino oder einem kühlen Bier betrachten. Mallorcamüde Senioren haben Kerala und Goa seit Jahren als Altersruhesitz entdeckt. Auch mit schmalen Renten läßt sich hier gut leben. Sitzt man in einem der vielen Cafes, kann man ein breites Kaleidoskop an multi-kulturellen Aktivitäten beobachten. Wer Luxus liebt und das nötige Kleingeld dazu hat, kann für Euro 180 am Tag im The Leela in Kovalam wohnen und sich im Ayurveda Spa Center verwöhnen lassen.


Wer allerdings 5 Sternehotels nicht mag bzw. sich einen Aufenthalt dort nicht leisten kann, hat in Kovalam auch noch andere Möglichkeiten, preiswert eine Unterkunft zu finden, z.B. im Rockholm Hotel für ca. Euro 25 pro Tag. Ayurvedaanwendungen kann man auch im Dharma Ayurveda Center(mailto:info@dharmaayurveda.com) in Trivandrum machen. Es gibt zwar auch vor Ort jede Menge Center, die Ayurveda anbieten, die Qualität der angebotenen Leistungen läßt sehr zu wünschen übrig.



Ayurveda in Kerala


Ramayana
Es gibt eine Geschichte, vor langer Zeit erzählt, wie die berühmten Heilpflanzen nach Kerala kamen. Erzählt wird diese Geschichte in dem berühmten Hindu Epos Ramayana. Die Geschichte handelt von dem indischen Prinzen Rama aus Ayodhya, der vom Hof seines Vaters Dasharatha in die Waldeinsamkeit verbannt wird. Er gewinnt Sita, die Tochter des Königs Janaka von Videha zur Frau, indem er bei einem Wettstreit der Prinzen seine Kraft unter Beweis stellt. Der Vater versprach seine Tochter demjenigem zur Frau zu geben, der in der Lage ist, einen gewaltigen Bogen zu spannen. Nur Rama schafft es.

Hanuman
Ravana, der Fürst der Dämonen auf Lanka (Ceylon), entführt Sita auf seine Insel Lanka. Rama bittet den Affenkönig Sugriva um Unterstützung und dieser beauftragt seinen Minister Hanuman, Rama zu helfen. Hanuman findet heraus, dass sich Sita in Ravanas Gewalt in Lanka befindet. Die Affenkrieger bauen einen Damm aus Steinen und Baumstämmen, um auf die Insel zu gelangen. Sie besiegen nach langen Kämpfen Ravana und können Sita befreien. Rama, der das "Gute" symbolisiert, siegt in diesem Kampf über das "Böse", das durch Ravana verkörpert wird. Lakshman, der Bruder von Rama, wird in diesem Kampf tödlich verwundet. Da wird Hanuman in die Gandhamardan Berge geschickt, um eine lebensrettende Pflanze zu finden. In den Bergen aber gab es zahllose Heilpflanzen und da Hanuman nicht wußte, welche die richtige Pflanze ist, nahm er den ganzen Berg mit. Unterwegs verlor er einige der Pflanzen in einer Region, die heute als Kerala und als Ort berühmter Heilpflanzen bekannt ist. Laksman wurde mit einer der Heilpflanzen wieder zum Leben erweckt. Der Sieg aber, den Rama und seine Bündnispartner über Ravana errungen haben, wird bis zum heutigen Tage in Indien gefeiert. Die ayurvedische Medizin benutzt viele dieser Pflanzen für die Heilung Kranker. Indirekt hängt demnach die Geschichte des Ayurveda oder die Weisheit des Lebens mit dem alt-indischen Epos Ramayana zusammen.

 
Quelle: Raimund Müller
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