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| 6. Die Kunst der medizinischen Diagnose im Ayurveda |
In Grundlagen des Ayurveda haben wir auf die Urnatur ( prakrti: prakriti gesprochen) hingewiesen. Kommt es zu Störungen, verursacht durch ein Ungleichgewicht der drei Grundkräfte ( gunas) entsteht vakrti ( = vakriti = Krankheit). Die Doshas ( Fehler) leiten sich von den Elementen ab, insofern trifft die gefundene gesetzesmässige Zusammengehörigkeit von Eigenschaften und Elementen auch auf diese zu.
Der Prakriti-Begriff (Prakriti ist das, was die eigene Natur ausmacht) wird nicht nur dazu verwendet, menschliche Konstitutionstypen zu beschreiben. Er wurde auch auf andere Substanzen ausgeweitet, um so ein Gesamtbild zu bekommen, mit dem man festlegen kann, welche Heilmittel zu einem bestimmten Konstitutionstyp komplementär eingesetzt werden können. Die Heilmittel im Ayurveda ähneln sehr stark denen der Homoöpathie. Neben der praktischen Erfahrung, die Ayurveda-Ärzte in einem bis zu 8 Jahre langen Studium bekommen, zählen sehr stark die Erkenntnisse und Geheimlehren, die in einer langen Familientradition gewonnen wurden. Manche Ayurveda-Ärzte Familien können ihr Wirken bis zu 5.000 Jahre zurückverfolgen.
1. Über das Wissen von einem langen Leben |
| Quelle: Raimund Müller |
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