Philosophische und geschichtliche Hintergründe
In wieweit griechische und indische Heilkunde zusammenhängen bzw. wer wen beeinflusst hat oder ob es überhaupt Einflüsse gibt, lässt sich mit den heute vorliegenden Forschungsergebnissen schwer beantworten. Bekannt ist durch schriftliche Überlieferung, daß Alexander der Große seine Ärzte von indischen Ayurvedaärzten ausbilden ließ.
Die Frage nach den Elementen ist gleichzeitig die Frage nach den Wurzeln des Ayurveda.
Erde, Wasser, Feuer und Luft(Wind) werden bereits in den vedischen Texten beschrieben und als Gottheiten dargestellt.
Die indische Philosophie lehrt, dass alles im Universum aus diesen 5 Elementen komponiert ist. Auch der menschliche Körper besteht aus diesen Elementen und der Seele.

Innerhalb der Stufenfolge ergibt sich eine zunehmende Beteiligung der Sinne.
Die Doshas – ein zentrales Konzept im Ayurveda
In der indischen Sanskrit Literatur finden sich unterschiedliche Interpretation der sogenannten Dosha Lehre. Europäische Veröffentlichungen stellen die 3 doshas gerne als „Wind, Galle und Schleim“ dar. Die wörtliche Übersetzung lautet jedoch „Fehler“. Wie auch immer, die Doshas spielen eine wichtige Rolle in der Ayurveda –Lehre. Geistesgeschichtlich baut die Doshas –Lehre auf zwei Fundamenten auf, auf den drei grundlegenden Eigenschaften (gunas) der Urnatur und auf den Elemente. ( siehe auch Teil IV Grundlagen des Ayurveda) .

Vata ist eine Kombination aus Luft und Atmosphäre. Es hält die Dinge im Körper in Bewegung. Pitta ist eine Kombination aus Feuer und Wasser. Es transformiert die äusseren Elemente in innere Elemente- Aktivitäten wie Verdauung und ähnliches werden durch Pita verursacht. Kapha ist eine Kombination aus Erde und Wasser.
Die Ayurveda Theorie besagt, dass eine Störung des Gleichgewichts der drei Komponenten Krankheiten hervorrufen. Diese Lehre wird auch als Tridosha-Theorie bezeichnet. Die drei Doshas sind dynamischen Prinzipien vergleichbar, also drei Ausformungen energetischer Dynamik, die den gesamten Energiehaushalt in einem lebenden Organismus regeln.
Im Zustand der Gesundheit werden die doshas auch als dhatus ( Gewebe) und malas( Ausscheidung) bezeichnet.
Es ist das Vorkommen dieser Doshas in individueller Kombination, die gewährleistet, dass der Mensch immer als Ganzheit behandelt wird. Funktionelle Störungen mit ihren oft gravierenden Symptomen, die auf auf psychosomatischen Gleichgewichtsstörungen herrühren, können so wirksam behandelt werden.
6. Die Kunst der medizinischen Diagnose im Ayurveda http://www.dharmaayurveda.de/Artikel/1851.html?a |