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4. Grundlagen des Ayurveda
 
Fundamental structures of AyurvedaAyurveda und alt-indisch philosophisches Denken sind eng miteinander verwurzelt.  Dabei ist es nicht nur der Hinduismus, der eng mit dem Ayurveda verbunden ist. Es gab eine Zeit in Indien, wo auch der Buddhismus eine grosse Rolle spielte und der Ayurveda sehr stark von dieser Glaubensrichtung geprägt wurde, siehe Heinrich Zimmer, Yoga und Buddhismus.

Ähnlich dem Christentum kennt der Hinduismus die Dreieinigkeit: Brahma der Schöpfer der Welt, Vishnu der Erhalter und Shiva der Zerstörer. Sie symbolisieren Geburt, Dasein und Tod. Die arischen Götter Indiens waren frauenlos. Die Ureinwohner Indiens, von den Ariern besiegt, waren matriachalisch orientiert, ihre Göttinen aber waren stark und mächtig und vermischten sich mit dem männlich geprägten Pantheon der Arier. Allen voran die Bergestochter Parvati, in die sich Shiva unsterblich verliebte. So siegte kulturell das Alte über das Neue. Shiva, der Mann heisst zwar Herr (isvara), seine Frau aber, die Berggöttin Parvati ist die Macht (shakti). Ohne sie ist Shiva nichts, ein Shava ( Leichnam). Shiva – Shakti, vergleichbar mit Eros und Tanatos.

Die hinduistische Mythologie spielt bei der mythologischen Entstehungsgeschichte des Ayurveda eine grosse Rolle. Einst arbeiteten Götter und Dämonen eng zusammen, um aus dem Milchozean den Unsterblichkeitsnektar(amrita) zu erlangen. Doch als sie ihn hatten, entbrannte ein heftiger Kampf um ihn, den die Götter gewannen. Die Einordnung des Ayurveda als integrativer Bestandteil der vedischen Offenbarung wird hier mythologisch gerechtfertigt.



Prakriti ist per definitionem der Urzustand der Schöpfung. In ihr befindet sich noch alles im Gleichgewicht. Die drei Grundkräfte (gunas) Reinheit(sattva), Leidenschaftlichkeit(rajas) und Dunkelheit(tamas) treten noch nicht in Erscheinung, da sie sich gegenseitig aufheben.

Die Welt des Ayurveda ist auf Gleichgewicht ausgerichtet. Kommt es zu einem Ungleichgewicht, entsteht Krankheit (vikrti). Die Grundlage aller ayurvedischen Theorie besteht also in der Wiederherstellung des Gleichgewichts, das heisst, des Ausgleichs von in Erscheinung tretenden Fehlern (dosa), die geistiger und körperlicher Natur sein können.

Yoga verwendet ähnliche Methoden, den Gleichgewichtszustand wieder herzustellen. Yoga unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt vom Ayurveda: Ayurveda strebt ein möglichst langes und gesundes Leben an, Yoga strebt nach Befreiung vom relativen Dasein durch Überwindung des Selbsterhaltungstriebes.

Wellness und Ayurveda haben vom Gedanken her miteinander sehr viel Ähnlichkeit. Beide sehen in einer aktiven Lebensführung den Schlüssel zur Gesundheit. Diese kann nur erreicht werden, wenn die Erkenntnis der Zusammenhänge der verschiedenen Einflüsse erkannt werden.

Das ayurvedische Selbstverständnis zielt nicht auf Dogmen und Lehrsätze, sondern auf die richtige Erkenntnis. Diese beruht wiederum auf richtiger Wahrnehmung, die sich wie folgt unterteilen lässt:

             Konstituierende Faktoren der Wahrnehmung



 


 


 


 


 


 


 



Die Erlangung einer bestimmten Wahrnehmungsfähigkeit wird als eines der wichtigsten Ausbildungsziele in der Ayurvedamedizin gesehen.


 


5. Die Elemente im Ayurveda - Urformen des Seins
http://www.dharmaayurveda.de/Artikel/1849.html?a

 
Quelle: Raimund Müller
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