1.Teil der Serie über Ayurveda
 
Zwei asiatische Medizinsysteme erregen bei der konventionellen westlichen Medizin zunehmend grosse Aufmerksamkeit : Ayurveda und die Tradionelle Chinesische Medizin (TCM). Lange Zeit waren diese Systeme westlichen Medizinern und Wissenschaftlern suspekt und wurden in eine esoterische Ecke gestellt. Seit sich jedoch die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass beide Systeme auf strengen wissenschaftlichen und medizinischen Grundlagen fussen, geraten der Ayurveda und die TCM zunehmend ins Blickfeld der konservativ geprägten westlichen Medizin.
Der Mensch mit seinen Besonderheiten im Denken, Fühlen und Handeln steht bei beiden medizinischen Systemen im Mittelpunkt. Es werden alle Aspekte des Individuums berücksichtigt. Die Atomisierung der westlichen Medizin in viele Teilbereiche, die Hilflosigkeit, Erkenntnisse zusammenzuführen, machen alternative Heilmethoden hochattraktiv. Wer einmal in die Mühle der westlichen Medizin gerät, wer von Facharzt zu Facharzt geschickt wird und vergeblich den roten Faden sucht, der als bindendes Glied eigentlich dem Patiententen Orientierung geben sollte, weiss alternative Heilmethoden zu schätzen.
Der Wunsch nach Ganzheit in der Medizin wird von vielen Patienten gewünscht, aber kaum gefunden. A. Stacher formulierte schon 1993, was unter Ganzheitsmedizin zu verstehen ist:
"Im Grundsatz eine wissenschaftlich angewandte Systemanalyse, die die ungewohnte Aufgabe hat, diagnostische Daten unter biokybernetischen und systemanalytischen Gesichtspunkten zu verwerten und therapeutisch umzusetzen."
Die mittlerweile 80 wissenschaftlichen medizinischen Fachsysteme sind zwar höchst fortschrittlich in ihrer Disziplin, die Integration und Synthese der Erkenntnisse der Fachärzte fehlt vollkommen. So fühlen sich viele Patienten im fachärztlichen Dschungel allein gelassen.
Die asiatischen Ganzheitsmedizinsysteme können uns helfen, diese Defizit zu überwinden. In besonderer Weise trifft dies auf Ayurveda zu, wo es zahlreiche historische Quellen gibt. Um Ayurveda zu verstehen, muss man sich mit den philosophischen Grundlagen des Ayurveda auseinandersetzen.
Krankheit beginnt nach dem Verständnis des Ayurveda mit einer falschen Sichtweise und entwickelt sich über Handlungen, die Ungleichgewicht fördern. Die Störung ist immer ein Anregungs- und Unruhezustand, der beruhigt werden muss. Die aktive Gestaltung des Lebens, das man man heutzutage auch als Wellness bezeichnet, wird als Schlüssel zur Gesundheit angesehen und kann erst erreicht werden, wenn geistige Erkenntnisse der Zusammenhänge der verschiedenen Einflüsse auf den Menschen gegeben ist. Für die Erhaltung des Lebens kann ayurvedisches Wissen beim Gesunden eingesetzt werden, indem er den Verhaltensregeln für den Gesunden folgt, und beim Kranken, indem Sorgfalt bei der Beruhigung der Krankheit aufgebracht wird.
2. Wellness und Ayurveda http://www.dharmaayurveda.de/Artikel/1845.html?a |